Komet C/2023 A3


Veröffentlicht: 24.12.2025
In den Jahren 2023 und 2024 zog der Komet Tsuchinshan-ATLAS C/2023 A3 durch das innere Sonnensystem und konnte mal von der Südhalbkugel und später von der Nordhalbkugel gesehen werden.

Ich hatte zu der Zeit keine vernünftige Digitalkamera, daher habe ich mich gar nicht erst an Aufnahmen versucht. Doch ein guter Freund von mir, Wolfgang Tubis, hat im Jahr 2024 mehrere Versuche gewagt.

Seine Bilder habe ich mit meinen begrenzten GIMP-Fähigkeiten teils recht heftig nachbearbeitet, um das Hintergrundlicht des gut beleuchteten Kölns bestmöglich rauszurechnen.

Mittwoch 16. Oktober
Der Koment stand in den Tagen tief im Westen im Sternbild Schlange, rechts vom Schlangenträger. Als Aufnahmeort boten sich die Poller Wiesen an, eine ebene Fläche auf der Kölner Schäl Sick (rechte Rheinseite), mit freiem Blick Richtung Westen auf die linke Seite.

In den Fotos ist links die Südbrücke erkennbar, der Kölner Dom befindet sich einen 60-Grad-Schwenk nach rechts außerhalb des Bildes. Leichte Wolkenschlieren verdarben ein bisschen die Sicht, ansonsten war das Schussfeld frei.

Stark nachbehandelt

Bescheiden nachbehandelt

Vergrößerte Aufnahme. Mehr war mit der Nachbehandlung nicht drin.

Samstag 19. Oktober
Derselbe Standort, nur war ihm diesmal das Wetterglück nicht hold, eine beharrliche Wolkendecke lag über der Stadt.

Er hat mir ein Beweis-Foto als Arbeitsnachweis zugeschickt und früh abgebrochen. Wie ich bei der Nachbearbeitung rausfinden durfte, hatte er den Kometen tatsächlich erwischt, links oben im Bild.

Dienstag 22. Oktober
Letzter Versuch, da der Komet immer früher unterging und somit bei Einbruch der Dunkelheit immer tiefer stand. Fast derselbe Standort, nur wenige hundert Meter weiter nordlich.

Fazit
Hale-Bopp über Köln
Obwohl er nicht so wahnsinnig begeistert von den Bildern war, ich finde sie sehr gut gelungen. Vergessen wir nicht, Aufnahmeort war Köln, mitten drin, mit Blick über Innen- und Südstadt.

Besonders im Vergleich zu meinen Fotografien, die ich 1997 von Hale-Bopp über Köln aufgenommen habe, sind seine nahezu glasklar. Ich hatte mehr Erfahrung, der Komet war wesentlich heller, aber es war nunmal eine Analog-Kamera (Nikon F-90 X), viel mehr konnte ich nicht rauskitzeln.

Mein Fazit daher: Wolfgang, hässte joot jemaat.

Im Nachhinen, beim Betrachten der Bilder, wie lang der Schweif schon hier in Köln zu fotografieren war ...
Verdammt, wir hätten doch einen Trip in die Eifel wagen sollen.