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Raspberry HQ-Cam und der liebe Mond

05.01.2026 - 23:50 Uhr
Während der Pandemie habe ich mir einen 6-Zoll Maksutov Reflektor angeschafft, weil ich mein Hobby Astronomie wiederbeleben wollte. Ich hatte Geld zu viel und konnte während der Pandemie kaum was ausgeben, zur Hälfte war es ein Frustkauf. Deshalb ist im Bild ein 5-Zoll Refraktor zu sehen, den ich wegen der kürzeren Brennweite für kleines Geld einfach noch dazugekauft habe.

Als Anti-Frust hat es leider bisher nicht richtig gewirkt, ich war seitdem erst zweimal damit draußen in der Wildnis und ein paarmal stand es auf dem Balkon. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, als würde die Lust grad wieder steigen. Grund könnte unter anderem Jupiter sein, der seit Wochen abends von meinem Balkon aus zu sehen ist.

Die Tage habe ich Bilder und Videos unseres Mondes wiedergefunden, die ich in den ersten Monaten nach dem Teleskop-Kauf aufnehmen konnte. Mit einer 70 Euro preiswerten Raspberry Pi HQ-Kamera, die per Adapter anstelle eines Okulars ins Teleskop geschoben wird. Mit der und dem Maksutov habe ich im Mai 2021 Testaufnahmen aus dem Wohnzimmer heraus gemacht, bei geöffnetem Fenster.

Zwei Videos davon finde ich halbwegs vorzeigbar und vielleicht motiviert mich dieser Blogbeitrag alsbald zu mehr. Die Auflösung beträgt nur 800 Pixel in der Breite, deutlich weniger als die Raspi-Cam eigentlich kann, vermutlich bin ich mit den Einstellungen durcheinander gekommen.

Das erste Video zeigt das schlechte Seeing vor dem Wohnzimmer, mit wabernden Kratern rund um die Tag/Nacht-Grenze, wenige Tage vor Vollmond.

Das zweite ist ein kleines Fokus-Experiment, das erst Bäume im Vordergrund zeigt und später den kleinbisschen weiter entfernten Mond.

Frohes neues Jahr aus dem irdischen Köln,
Martin

90 Sekunden - 800x480 px - 6,2 MB
25 fps - lib264

60 Sekunden - 800x480 px - 4,2 MB
25 fps - lib264

Povray-Rendering, das die in den Videos auffälligsten Krater zeigt.